Informationen zum Orchester

Ein paar allgemeine Informationen über das Collegium musicum:

Das Collegium musicum ist eines der beiden großen Orchester Paderborns. Es wurde 1966/67 als Begleitorchester des Paderborner Motettenchores gegründet (mehr Informationen auf den Seiten des Motettenchores unter "Infos zum Chor"), hat jedoch in den letzten Jahren ein eigenständiges Konzertprogramm entwickelt.

Seit November 2011 ist Merijn van Driesten Dirigent des Collegium musicum Paderborn.
Er ist geboren in Rotterdam und aufgewachsen in den Niederlanden. Zunächst studierte er Klavier in Utrecht und Amsterdam. Nach seinem künstlerischen Diplom war er tätig als Pianist, Liedbegleiter und Dozent. Er unterrichtete einige Jahre am privaten Konservatorium "Musikseminar Hamburg", bevor er sich für das Studium Orchesterdirigieren bei Prof. Christof Prick an der Hamburger Musikhochschule entschied.
Nach dem Diplomabschluss in 2007 arbeitete er in Bielefeld; dann als Kapellmeister und Solo-Repetitor am Landestheater Schleswig-Holstein in Flensburg. Seit September 2011 ist er als Solo-Repetitor mit Dirigierverpflichtung wieder am Theater Bielefeld engagiert. Merijn van Driesten dirigierte mit großem Erfolg verschiedenste Bühnenwerke wie z.B. Rigoletto, Rusalka, Hänsel und Gretel, Der Liebestrank, Eine Nacht in Venedig oder auch Jesus Christ Superstar. Er trat ebenfalls in Erscheinung bei verschiedenen Symphonie- und Familienkonzerten mit dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester. Seit November 2011 ist er Dirigent des Collegium musicum Paderborn.

Von August 2010 bis Oktober 2011 war Janghoon Cho Dirigetn des Collegium musicum Paderborn. Der Koreaner Janghoon Cho lebt in Detmold. Aktuell ist er außerdem Dirigent, Komponist und Chorleiter von „Phönix” sowie künstlerischer Leiter der „Camerata Leopoldina” in Detmold.
Nach seinem Kompositionsstudium an der Universität Yonsei/Seoul absolvierte er ein kirchenmusikalisches Studium in Heideberg, wo er als Kantor und Organist tätig war. An der Hochschule für Musik Detmold erhielt er in der Klasse von Professor Karl-Heinz Bloemeke das Diplom in den Fächern Dirigieren, Gesang und Klavier.
Die Leitung von Sinfonieorchestern wie der Philharmonie Südwestfalen, dem Brandenburgischen Staatsorchester, der Puchon Philharmonie und dem Soliall Symphonieorchester in Korea hat seine Erfahrung reifen lassen.

In der Orchesterhistorie lesen Sie mehr zu der Geschichte des Orchesters und zu seinen Dirigenten und in der Konzerthistorie erfahren Sie mehr über vergangene Konzerte.

Unser normales Jahresprogramm besteht aus einem Konzert im Frühjahr und einem weiteren im Spätsommer. Zwischendurch können sie einzelne Gruppen unseres Orchesters oder auch mal des gesamte Orchester als Begleitung bei verschiedenen Chorkonzerten hören.

Festverankert im Kalender steht jedes Jahr am letzten Sonntag vor Weihnachten unser Weihnachtskonzert mit dem Motettenchor in der Heinrichskirche zu Paderborn (früher in der Marktkirche). Es ist ein Benefizkonzert mit freiem Eintritt und mit der Möglichkeit des Mitsingens (Kommen Sie pünktlich, es war bisher immer übervoll!).

Zum Begriff "Collegium musicum"

Collegium musicum war die vom 16. bis zum 18. Jahrhundert vor allem im deutschsprachigen Raum gebräuchliche und im 20. Jahrhundert wiederentdeckte Bezeichnung für einen privaten Verband von Musikliebhabern.
Häufig stammten die Mitglieder aus bürgerlichem oder studentischem Umfeld und musizierten gemeinsam, jedoch konnten Collegia musica auch Zuhörer zulassen und nahmen vereinzelt Berufsmusiker auf.
Im 16. Jahrhundert waren Collegia musica überwiegend von Vokalmusik geprägt; ihre Blütezeit hatten sie jedoch im 17. und 18. Jahrhundert, wo sie sich vorwiegend mit instrumentalen Werken beschäftigten.
Die ersten öffentlichen Konzerte eines Collegium musicum fanden 1660 in Hamburg unter der Leitung von Matthias Weckmann statt. Später wurde das 1701 von Georg Philipp Telemann in Leipzig gegründete und unter anderem von Johann Sebastian Bach weitergeführte Collegium musicum in der Öffentlichkeit bekannt.
Im 19. Jahrhundert verlor sich die Bezeichnung „Collegium musicum“, bis 1908 Hugo Riemann wieder eine Vereinigung dieses Namens gründete und damit einen Anstoß für die Popularität dieser Benennung gab.

Quelle: wikipedia