Das Konzertprogramm 2010

7.11. Konzert mit dem Motettenchor Paderborn um 17 Uhr Kirche St. Heinrich Paderborn, Nordstraße - auf dem Programm: Requiem in c-moll von Luigi Cherubini und (instr.) Cherubini marche funebre

Kaiserpfalzkonzert am Samstag, den 8. Mai um 19:30

Programm:
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1, C-Dur op. 21
Carl Reinecke: Konzert für Harfe und Orchester e-moll, op. 182
Robert Schumann: Ouvertüre zu Goethes Hermann und Dorothea, op. 136

Leitung Knud Jansen, Jenny Ruppik Harfe

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro
Karten: Paderborner Ticket-Center, Marienplatz und Musikhaus Schallenberg, Nordstraße
gefördert vom LANDESMUSIKRAT.NRW und von cognitas

Robert Schumann schrieb 1851 seine Konzertouvertüre “Hermann und Dorothea“ nach der in Hexametern geschriebenen Ballade gleichen Namens von Johann Wolfgang von Goethe. Ein Flüchtlingstreck aus Frankreich, vertrieben durch die Wirren der Revolution, macht Station in einem rechtsrheinischen Städtchen. Hermann, der Sohn der Wirtsleute des Städtchens, verliebt sich in das Flüchtlingsmädchen Dorothea. Schumann überträgt die ideologische Auseinandersetzung Goethes mit der Revolution und die romantische Liebesgeschichte in musikalische Bilder und lässt auch Motive aus der Marseillaise anklingen.

Carl Heinrich Reinecke stand Zeit seines Lebens mit den großen Komponisten und Virtuosen seiner Zeit in Kontakt. Robert Schumann und Felix Mendelssohn-Bartholdy förderten und schätzten ihn. Bereits als 7- jähriger begann Reinecke zu komponieren, trat mit 11 Jahren zum ersten Mal öffentlich als Pianist auf. Er war Hofkomponist in Kopenhagen, unterrichtete in Köln Max Bruch und war von 1860-1895 Gewandhauskapellmeister in Leipzig, wo sein Andenken bis heute bewahrt wird. Sein überaus reichhaltiges Schaffen umfasst neben dem Harfenkonzert in e-moll mehrere Opern, Sinfonien, Klavierkonzerte, ein Violinkonzert und unzählige andere Werke.

Ludwig van Beethovens 1. Sinfonie wurde am 2. April 1800 unter der Leitung des Komponisten in Wien uraufgeführt. Die von ihm eingesetzten Instrumente folgen zwar dem Vorbild Haydns und Mozarts, aber in so ungewohnt neuer und individueller Weise, dass Beethoven mit dieser 1. Sinfonie am Beginn des neuen Jahrhunderts einen völlig neuen Ton anstieß und damit die späteren Musikschaffenden zutiefst beeinflusste. Sein Ideenreichtum, seine überraschenden musikalischen Wendungen und neuartigen Deutungen der klassischen Form zeigen bereits in diesem Frühwerk das Genie.

Jenny Ruppik erhielt ihren ersten Harfenunterricht bei Clotilde Oelmüller in Paderborn. Sie absolvierte 2009 in Frankfurt ihr künstlerisches Diplom. Zur Zeit perfektioniert sie ihr Harfenspiel im Solisten-Masterstudium bei Prof. Godelieve Schrama an der Musikhochschule Detmold. Sie erhielt den 1. Preis beim Wettbewerb „Le Parnasse-Salvi“ in Paris, den 2. Preis beim „Concours Européen de musique en Picardie“, 2008 einen Förderpreis für Kammermusik beim Deutschen Hochschulwettbewerb und den Förderpreis „Junge Kunst“ der Volksbank Paderborn. Jenny Ruppik wird von der Jehudi Menuhin Stiftung „Live Musik Now“ gefördert. Sie konzertiert solistisch und kammermusikalisch.

Knud Jansen begann seine künstlerische Ausbildung in der Dirigierklasse von Prof. Bloemeke (Detmold). Bereits während dieser Zeit entstand eine dirigentische Zusammenarbeit mit der Nordwestdeutschen Philharmonie, der Philharmonie Südwestfalen, den Bielefelder Philharmonikern und weiteren Orchestern. Anfang 2006 dirigierte er im Rahmen der „INTERAKTION“ (Berlin) ein Auswahlorchester aus Mitgliedern bedeutender Orchester wie den Berliner Philharmonikern, den Staatskapellen Berlin und Dresden, dem Gewandhaus Leipzig u.a. Darüber hinaus trat er auch als aktiver Teilnehmer bei mehreren Meisterkursen in Kontakt mit renommierten Dirigentenpersönlichkeiten wie Bernard Haitink, Kurt Masur, Sylvain Cambreling, u.a.; weiterführende Studien für historisch-informierte Aufführungspraxis bei Sir Roger Norrington schlossen sich an. Neben einem Rotary-Stipendium wurden ihm mehrfach Stipendien der Kunst&Kulturstiftung des Landes NRW verliehen. 2008 erhielt er beim Internationalen Dirigierwettbewerb vom Duma Symphony Orchestra in Budapest den 1. Preis und 2009 ehrte man ihn mit dem Orchestra Prize und dem Special Prize of the Jury beim Blue Danube International Opera Conducting Competition (Burgas/Bulgarien). Für den Sommer 2010 bekam er eine Einladung zum Concours International de Chef d’Orchestre Evgeny Svetlanov (Montpellier/Frankreich). Mit diesem Konzert verabschiedet sich Knud Jansen vom Collegium Musicum Paderborn. Das Orchester bedankt sich für die zweijährige erfolgreiche Zusammenarbeit. Dank seiner Leitung hat das Orchester hörbare Fortschritte gemacht.

Nach der Sommerpause wird der in Detmold lebende koreanische Dirigent Janghoon Cho die Leitung des Collegium Musicum übernehmen. Nach seinem Kompositionsstudium an der Universität Yonsei/Seoul absolvierte er ein kirchenmusikalisches Studium in Heideberg, wo er als Kantor und Organist tätig war. An der Hochschule für Musik Detmold erhielt er in der Klasse von Professor Karl-Heinz Bloemeke das Diplom in den Fächern Dirigieren, Gesang und Klavier. Die Leitung von Sinfonieorchestern wie der Philharmonie Südwestfalen, dem Brandenburgischen Staatsorchester, der Puchon Philharmonie und dem Soliall Symphonieorchester in Korea hat seine Erfahrung reifen lassen.